Die Seele, die Liebe und die Familie
Die Seele, die Liebe und die Familie

Die Seele, die Liebe und die Familie

Dass nicht nur wir Menschen beseelte Wesen sind, sondern auch die Natur um uns herum eine Seele hat, wird von manchen Leuten bestritten. Der Mensch stuft sich selbst als einzigartig ein, mit der Begründung, dass er eine Seele habe. Dass Tiere eine Seele haben, wird häufiger bestritten, Pflanzen spricht man es oft gänzlich ab und unserem Planeten erst recht. Ok, nicht alle Leute denken so, aber leider viel zu viele. Tolstoi sagt zu dem Thema: „Von der Kindheit an, bis zum Tod wächst die menschliche Seele und erkennt ihre Geistigkeit immer tiefer. Sie nähert sich dem Göttlichen immer mehr an und vervollkommnet sich. Ob wir es wissen oder nicht, ob wir es wollen oder nicht, dieser Prozess schreitet fort. Wenn Du aber weißt und verstehst, was das Göttliche will, so wird das Leben frei und freudevoll. Die Bestimmung des Menschen besteht darin, seine Seele zu pflegen. Die Pflege der Seele besteht in ihrer Erweiterung. Diese Erweiterung vollzieht sich durch die Liebe.“ Wenn das auf die Seele zutrifft, und das tut es meiner Meinung nach, dann müssen auch alle Wesen auf unserem Planeten beseelt sein, denn ein Grundprinzip der Natur, ja sogar der Universums, ist Veränderung und Wachstum. Schon im Mittelalter setzten die Alchemisten, den Stillstand mit dem Zerfall gleich. Selbst die Fähigkeit zur Liebe macht uns Menschen nicht einzigartig, denn auch Tiere und sogar Pflanzen kennen das Phänomen der Liebe. Der andere Aspekt der Liebe ist, dass sie eine Kraft ist, die sich keineswegs im Nichts auflöst, wenn wir unseren Körper verlassen. Der wohl wichtigste FootPrint, den wir nach unserer Inkarnation hinterlassen, ist die Liebe, denn sie bleibt und sie manifestiert sich in all den Wesen und Dingen, die unser Leben begleitet haben. Haben wir Nachkommen, also Kinder, Enkel und Urenkel, so sind auch sie eine Manifestation der Liebe, selbst dann wenn sie nicht unbedingt in einem Akt der Liebe entstanden sind. Es liegt an uns Menschen, Liebe zu geben. Genau das ist ein absolut schwieriges Thema, denn die gesellschaftliche Realität neigt oft zu Lieblosigkeit und Kaltherzigkeit. Elterliche Liebe ist zu oft Mangelware, manchmal wird sie durch Gewalt ersetzt, manchmal aber auch durch Egoismus. Kinder  werden schon sehr früh in einen enormen Leistungsdruck gezwungen, nur damit die Eltern stolz sein können. Gerne gibt man die Verantwortung an Kita und Erzieher ab und das schon im Babyalter. Der Staat fördert das aus unterschiedlichsten Gründen, auf die ich hier gar nicht erst näher eingehen will. Nur so viel: schon im Sozialismus hat man erkannt, dass es einfacher ist, eine Gesellschaft gleichzuschalten, wenn man die Kinder möglichst früh dem Einfluss der Eltern entzieht und sie in Kitas unterbringt, wo Lerninhalte und Erziehung ja staatlich genormt sind. Richtig schwierig aber wird es, wenn die Kinder plötzlich ganztägig über einen sehr langen Zeitraum zuhause bei den Eltern sein müssen und letztere damit heillos überfordert sind. Kommt dann noch das Homeoffice als weiterer Stressfaktor hinzu, wird es verständlicherweise kritisch und genau das beobachten wir momentan in ganz Europa. Ist dieses Problem denn unumgänglich, ist es wie eine Naturkatastrophe, gegen die man sich nicht wehren kann? Wir sollten uns eine wichtige Frage stellen: Was wollen wir hinterlassen? Was soll unser FootPrint, bezogen auf die Liebe sein? Wollen wir Kinder, die in einer Kita mit genormten Werten konfrontiert werden, sodass selbst die Diversität in der Gesellschaft schon wieder verschwimmt, weil einige wenige Politiker die Normen bereits definiert haben. Damit meine ich nicht nur Deutschland, sondern auch die anderen Länder in Europa, Portugal eingeschlossen. Oder wollen wir Kinder, welche die Warmherzigkeit und Liebe ihrer Eltern spüren, und das nicht nur ganz wenige Stunden zwischen Abendessen und Schlafengehen? Wollen wir wirklich Kinder, die vor dem Handy und TikTok völlig entfremdet, emotional zu verkümmern drohen, ganz zu schweigen von einer fortschreitenden Verdummung. Ersetzen die sozialen Netzwerke und 30sec Videos mit geballtem Unsinn wirklich das, was ältere Generationen noch als Familie und emotionales Zuhause kennen? Erschwerend kommt noch hinzu, dass die sozialen Netzwerke ja mittlerweile massiv in die Vermittlung von Inhalten durch Zensur eingreifen. Versteht mich nicht falsch: ich bin keineswegs gegen Kitas, im Gegenteil, sie sind wichtige Orte der sozialen Begegnung und des Erlernens von sozialer Kompetenz. In so mancher Situation ist eine Kita für ein Kind besser, als vorwiegend zuhause zu sein. Entscheidend sind die Motive, warum man sein Kind in die Kita gibt und nach der Schule noch in eine zusätzliche Betreuung. Berufstätigkeit ist zweifellos ein wichtiger Grund, einer der Gründe, die ich aus Portugal besonders gut kenne. Hier kann keine Familie bis hin zur oberen Mittelschicht ohne zwei Einkommen überleben. Das Land ist arm, die Löhne niedrig und dennoch kostet der Sprit hier auch 1,99 Euro/Liter. Es gibt aber auch Länder, wo das anders aussieht und ich denke, dass man im Sinne einer familienfreundlichen Politik dafür sorgen sollte, dass keine Familie auf zwei Einkommen zwingend angewiesen ist. Wenn staatlicherseits genügend Geld vorhanden ist, dann sollte man es auch für die Familien einsetzen. Anstatt gesetzliche Ansprüche auf Kita-Plätze zu schaffen, sollte man den Familien den finanziellen Rahmen schaffen, um frei wählen zu können. In meinen Augen ist die Familie noch immer der Kern einer Gesellschaft und der zentrale Ort, an dem Werte vermittelt werden sollten, auch unterschiedliche Werte, denn wenn sich eine Gesellschaft über Vielfalt definiert, dann sollte das auch für die Familien gelten. Der entscheidende Wert aber ist nun mal die Liebe, Wärme und Fürsorge. Das kann keine Kita wirklich vermitteln, seien die Erzieher auch noch so warmherzig und bemüht, Eltern und Familie sind durch nichts zu ersetzen. Wenn es einer Gesellschaft gelingt, diesen Wert seinen Kindern zu schenken, dann können auch deren Seelen wachsen und sich entwickeln. Damit wäre dann auch die Basis geschaffen, zu erfühlen und wertzuschätzen, was die Natur und der Planet uns Menschen schenkt, und wie wir damit umgehen sollten. Natur-, Umwelt-, Arten- und Klimaschutz können nur wachsen, wenn die Liebe dabei die zentrale Rolle spielt.

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